Organisation neu denken

Der digitale Wandel mit der damit verbundenen Komplexität und Vielschichtigkeit ändert die Verhältnisse so grundlegend, dass es noch kaum möglich ist, allgemein gültige Grundsätze zu zukünftigen Organisationen aufzustellen. Vielmehr erscheint es notwendig, „Organisation“ von Grund auf neu zu denken, um der Zukunft adäquat begegnen zu können. Es gilt, die unterschiedlichsten Organisationsprinzipien – von der hierarchischen Steuerung über matrixartige Strukturen bis hin zur Arbeit in Netzwerken – gleichzeitig zu bewältigen.

Das doppelte Betriebssystem

Der Change-Management-Experte John Kotter spricht im Zusammenhang von Organisationsstrukturen von einem "doppelten Betriebssystem“. Er meint damit eine hybride Organisation, die parallel zur bestehenden Organisationsarchitektur neue Strukturen aufbaut. Einerseits werden weiterhin die klassischen Routinestrukturen existieren, die an die Hierarchie angelehnt sind. Andererseits benötigt das Unternehmen aber auch agile Innovationsstrukturen jenseits der Hierarchie. Zum Beispiel übernimmt anstelle einer funktional verankerten Personalentwicklungsabteilung ein übergreifendes, interdisziplinäres Team die Verantwortung für den gesamten Prozess. Je nach Personalentwicklungsmodell werden unterschiedliche Bereiche und Experten in das Team einbezogen.

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© Ulrich Maida